Der heimische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundes-ministerin für Bildung und Forschung, Dr. Helge Braun, zeigte sich erfreut darüber, dass Christian Wulff im dritten Wahlgang mit absoluter und nicht nur mit relativer Mehrheit zum Bundespräsidenten gewählt wurde. „Die Bundespräsidentenwahl ist eine besondere Wahl. Auch in der Vergangenheit hat es häufig mehrerer Wahlgänge bedurft, um den Präsidenten zu wählen." Da er Christian Wulff sehr schätze, hätte er es begrüßt, wenn die Wahl bereits im ersten Wahlgang gelungen wäre. Er ist aber davon überzeugt, dass er ein sehr guter Präsident sein wird, da er eine Eigenschaft besitze, die in diesen Zeiten sehr wichtig sei: „Mit einer sehr verbindenden, integrativen Art den Menschen auch unpopuläre Notwendigkeiten gut vermitteln zu können und dabei die gesellschaftliche Ausgewogenheit zu wahren. Das erwarte ich auch von ihm," so Dr. Braun.
Die Interpretation, dass die Notwendigkeit von drei Wahlgängen der Bundesregierung geschadet habe, empfinde er als inakzeptabel. Wenn nach Wochen einer Diskussion über die Freiheit des Mandates und einer vehementen Einforderung dessen davon auch tatsächlich Gebrauch gemacht werde, darf das nicht sofort politisch als vermeidlich fehlende Geschlossenheit negativ instrumentalisiert werden so der Bundestags-abgeordnete.