Am Montag weilten Bundesstaatsekretär Helge Braun und Tankred Schipanski (MdB/CDU) in Thüringen. Sie kamen auch nach Geschwenda zur Firma Umweltsensortechnik (UST). Diese hat aus einem Förderprogramm des Bundesministerium für Bildung und Forschung 300 000 Euro erhalten. Das Programm hat das Ziel, die Innovationskraft in Deutschland zu stärken und nachhaltig Arbeitsplätze in wichtigen Branchen zu sichern.
Geschwenda. UST-Geschäftsführer Olaf Kiesewetter dankte für die Förderung und stellte das 1991 gegründete mittelständische Unternehmen vor. Es agiert heute international. Begonnen hatte es mit vier und beschäftigt derzeit 100 Mitarbeiter, zeitweise auch im Dreischichtsystem. Wie Kiesewetter sagte, sind 52 Prozent der Beschäftigten Frauen. Das Kernstück der Fertigung sind Beschichtungs- und Strukturierungsanlagen für Gas- und Temperatursensoren. Mit weltweit anerkannten sowie patentierten Verfahren für die Sensorik wurde eine breite technologische Basis für die Bearbeitung von keramischen Materialien sowie für die Aufbringung sowie der Strukturierung von verschiedenen Dünn- und Dickschichten aufgebaut. So nutzen auch Konzerne in der Automobilindustrie USTSensoren für ihre Luft-Qualitäts- Systeme. Durch die Steuerung der Lüftungsklappen gelangen Autoabgase nicht mehr in den Innenraum der Fahrzeuge. Dies führe zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität der Insassen. Im Bereich der Sicherheitstechnik konnten die Erfahrungen bei der Entwicklung von extrem sensitiven und lang Zeit stabilen Sensoren für die Detektion von Schwelbränden im Kraftwerksbereich genutzt werden. Diese werden derzeit für den Masseneinsatz in Gebäuden qualifiziert. So sollen zum Beispiel 100 Wohnungen in Weimar mit solchen Sensoren ausgerüstet werden. Weitere Einsatzgebiete für die Sensoren sind der Umweltschutz und die Lebensmittelprüfung. Helge Braun bezeichnete die Entwicklung der Geschwendaer Firma als "eine sehr schöne thüringische Erfolgsgeschichte. UST leistet einen Beitrag dazu, den deutschen Technologievorsprung zu erhalten." Er erklärte weiter: "Wir sind froh, dass wir sie unterstützen können und dass wir mit Firmen so erfolgreich zusammenarbeiten." In der weiteren Unterredung ging es um die Möglichkeit der Energieeinsparung, und wie es UST schafft, die Sensoren kleiner zu bauen, um Raubkopien zu vermeiden.
(Quelle: Thüringer Allgemeine)
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