Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Braun zeichnet beste „Jugend gründet“-Teams aus: „Jugend gründet zeigt, dass Lernen viel mit Kreativität, Freude und sichtbarem Erfolg zu tun hat – und dass auch trockene Themen wie Wirtschaft anschaulich, lebensnah und begeisternd vermittelt werden können,“ stellte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Helge Braun, bei der Prämierung der besten „Jugend gründet“ Geschäftsideen heute in Hannover erfreut fest, Dr. Braun zeichnete auf der Didacta Schüler und Auszubildende für die Präsentationen ihrer Geschäftsideen aus.
Acht „Jugend gründet“-Teams, die besten Teams aus Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, präsentierten ihre Geschäftsideen am Montag in Großburgwedel vor der Jury und heute auf der Didacta in Hannover. Dabei konnte sich das Team EWS – (Easy Wheelchair Systems) GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung von der Konrad-Zuse-Schule Hünfeld (Hessen) mit seiner Idee eines elektrischen Rollstuhls „Roll easy“ bei den Präsentationen an die Spitze setzen. Die Innovation ihrer Geschäftsidee liegt darin, dass der Rollstuhl problemlos Hürden wie Bordsteine und Treppen überwinden kann. Diese Geschäftsidee präsentiert haben Katherina Gaier, Anne Daemen, Andrea Görlich und Jacqueline Ruebe.
Auf Platz 2 folgte Team NMC – No More Chaos von der Volkswagen CoachingGmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung mit „T-Bag“. Die Produktidee beinhaltet eine hochwertige Tasche (T-Bag), in die „Tinys“ genannte kleine Taschen aus verschiedenen Materialien und in modisch wechselnden Ausführungen mit Karabinerhaken eingehängt werden können. Unterschiedliche Oberflächen der Tinys ermöglichen es, den Tascheninhalt durch Ertasten zu identifizieren. Gleichzeitig können Taschen so individuell und nach persönlichem Geschmack gestaltet werden. Zum Team der T-Bag gehören die angehenden Automobilkauffrauen Rebecca Ollendorf und Sina Kaufmann sowie die zukünftige Elektronikerin für Automatisierungstechnik Chantal Ehrentraut.
Und Platz 3 erreichte Team Chameleon GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftungvom RBZ Steinburg (Schleswig-Holstein), das mit „Dye Watch“ in den Wettbewerb gestartet war. Dabei handelt es sich um die Idee einer analogen Armbanduhr, deren Ziffernblatt (Retina-Display) durch individuelle Designs ständig veränderbar ist. Die Geschäftsidee vorgestellt haben Michelle Willgalis, Isabell Dibbern, Heiko Strosyk und Theresa Theede.
„Jugend gründet“ ist der bundesweite, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Wettbewerb für Schüler und Auszubildende. „Es ist ein Wettbewerb, bei dem junge Leute sich mit viel Engagement und Begeisterung in Wirtschaftsthemen regelrecht reinknien,“ so der Parlamentarische Staatssekretär Braun. „Jugend gründet“ hat sich seit den Anfängen vor acht Jahren ständig weiterentwickelt und begeistert heute weit über 3.000 Schülerinnen und Schüler. „Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass dieses Format Zukunft hat und am richtigen Punkt ansetzt. Und die große Unterstützung aus der Wirtschaft spricht dafür, dass auch dort das Potenzial der jungen Leute hoch eingeschätzt wird,“ lobte Dr. Braun.
„Jugend gründet“ ist ein zweistufiger Wettbewerb. Die Aufgabe der ersten Spielphase bestand darin, einen Businessplan für eine selbst entwickelte, innovative Geschäftsidee aus dem Sektor Industrie, Handel oder Dienstleistung zu erstellen. 656 Businesspläne von 3.184 Teilnehmern lagen der Jury zur Bewertung vor. Die Teams mit den besten Businessplänen wurden zur Präsentation nach Großburgwedel/Hannover (Nord) am 13. Februar und am 2. März nach Pforzheim (Süd) eingeladen. Bei diesen beiden Events bewertet eine Fachjury mit Experten aus Wirtschaft, Hochschule und Banken die Präsentationen der „Jugend gründet“-Teams. Dabei erhalten die Teilnehmer wertvolle Tipps für das Finale. Wobei vor dem Finale noch die zweite Spielphase, das Planspiel, zu bestehen ist. Beim Planspiel müssen sich die Teams erneut im Vergleich mit allen Wettbewerbsteilnehmern bewähren.
Bis zum Bundesfinale am 18. Juni 2012 in Wolfsburg müssen die Wettbewerbs-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer noch beweisen, dass sie genügend unternehmerisches Geschick besitzen, um ihre Geschäftsideen am virtuellen Markt in einer Unternehmenssimulation durchsetzen zu können. Das Planspiel simuliert acht Geschäftsjahre mit Konkurrenten sowie Höhen und Tiefen der Konjunkturentwicklung. Dabei wird auch auf Nachhaltigkeit der unternehmerischen Entscheidungen geachtet.Diese zweite Spielphase endet am 16. Mai 2012.
Der Wettbewerb „Jugend gründet“
„Jugend gründet“ ist ein bundesweiter Online-Wettbewerb für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende. Ziel ist es, junge Menschen für das Thema Wirtschaft zu interessieren. „Jugend gründet“ ist der Ort, wo unternehmerisches Denken und Handeln eingeübt werden kann, um für das Berufsleben gerüstet zu sein. In zwei Wettbewerbsphasen (Businessplan- und Planspielphase) erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielerisch alle Schritte einer Unternehmensgründung. Sie werden durch selbst organisiertes Lernen an die Themen Existenzgründung und Unternehmensentwicklung herangeführt. Das nötige Wissen für beide Spielphasen können sich die Teilnehmer in verschiedenen Kategorien (Lernmodule auf dem E-Learning-Campus, Avatar, Glossar, Selbsttests) selbst aneignen. Innerhalb der beiden Spielphasen ist die Teilnahme zeitlich flexibel gestaltbar. Eine Besonderheit des Wettbewerbs ist, dass Schülerteams, Auszubildendenteams und auch gemischte Schüler-/Auszubildendenteams teilnehmen können.
Direkteinstieg in die Unternehmenssimulation möglich
Auch wer in der ersten Spielphase keinen eigenen Businessplan erstellt hat, kann sich an der zweiten Spielphase beteiligen. Mit einem Standard-Businessplan können die Teilnehmer direkt in die zweite Spielphase einsteigen und am Planspiel teilnehmen.
Beim Wettbewerb gewinnberechtigt sind Jugendliche ab Sekundarstufe zwei, die weder ihr Studium begonnen noch ihre erste Berufsausbildung abgeschlossen haben, in der Regel also Schüler, Schülerinnen und Auszubildende im Alter von 16 bis 21 Jahren. Als Hauptpreis winkt dem Gesamtsieger-Team aus beiden Wettbewerbsphasen eine Reise ins Silicon Valley (USA).
"Jugend gründet" wird seit 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Steinbeis Innovationszentrum für Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim konzipiert und umgesetzt. Der Wettbewerb steht auf der Liste der gesamtstaatlich geförderten Wettbewerbe der Kultusministerkonferenz und ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft bundesweiter Schülerwettbewerbe sowie im Initiativkreis "Unternehmergeist in die Schulen".
Die Präsentation der besten Geschäftsideen fand erstmals in Hannover statt. DieTeams reisten am Montag in Großburgwedel an, wo Martin Kind nicht nur sein Unternehmen, das sich als Gastgeber der Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte, vorstellte sondern auch sein ehrenamtliches Engagement beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96. „Jugend gründet“ wird von einer Reihe namhafter Förderer bei der Bekanntmachung des Wettbewerbs, bei den Preisen sowie bei den Events unterstützt. Hauptsponsoren sind Volkswagen und die Wolfsburg AG. Weitere Förderer des Wettbewerbs sind Steinbeis Stiftung, Lenovo, DB Bahn, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Phaeno, Spiesser, TATA Interactive Systems GmbH und Verlagsgruppe Westermann. Die Präsentation der besten Geschäftsideen in Großburgwedel und Hannover wird von KIND Hörgeräte GmbH & Co KG., SCA Packaging Deutschland Stiftung & Co. KG und dem didacta-Verband unterstützt.
(Quelle: jugend gründet)
Schlagworte: BMBF, Dr. Helge Braun, Preisübergabe